Mama, der Käfer der mich zwickte und die Wut auslöste ist weg!

Wut / Schlafprobleme bei 6jährigem Jungen

Wutausbrüche bei Kindern haben unterschiedliche Ursachen. Eifersucht auf Geschwister, Langeweile, Hunger, Frustration und/oder Schlafmangel… um nur einige zu nennen. Es wird im Affekt geschrien, geschlagen und meistens endet es so, dass das Kind alleine und zutiefst traurig im Zimmer sitzt, geplagt vom schlechten Gewissen, da es sich die Ausbrüche selbst nicht erklären kann und es diese in dieser Intensität auch nicht haben möchte… und die Eltern wissen nicht was sie falsch machen, fühlen sich überfordert, ohnmächtig, schuldig, wütend, hilflos und gleichzeitig traurig…


Und genau da komme ich als Visualisierungscoach ins Spiel!


… mit angeleiteter Visualisierung finden wir die ungewollten Gefühle, welche vor und während dem Wutausbruch aufkommen, geben diesen Gefühlen eine Form und Farbe und schauen im Film des Lebens (Unterbewusstsein) nach, wo diese ungewollten Gefühle ihren Ursprung haben, reframen wenn nötig und füllen die Lücke mit positiven Gefühlen wie Liebe, Stolz, Mut oder sonst einem Gefühl, was das Kind gerade braucht. Oft kommt es jedoch vor, dass mehrere Probleme miteinander wie ein Kabel verbunden sind… entfernt man das Hauptproblem, können sich weitere, ungewollte Gefühle in der Tiefe ebenfalls auflösen. Folgendes Beispiel aus meinem Schwebepraxistagebuch zeigt dies sehr schön auf.


Aus dem Schwebepraxis Tagebuch:

Silvan, 6 Jahre alt, ein intelligenter Junge mit unerklärlichen Wutausbrüchen begleitet mit schreien und Schlägen gegenüber den Eltern und seinen jüngeren Geschwistern. Nachts Mühe mit Durchschlafen, da ihn zwei schreckliche Bilder bis in die Träume verfolgen. Da das Kind das Schlafen als primäres Problem sah, setzte ich die Sitzung mit dem Ziel an, wieder Durchschlafen zu können.
Zusammen gaben wir dem Gefühl, was aufkam, als die Bilder in der Nacht erschienen, eine Form und Farbe. Er visualisierte einen braunen Käfer in seinem Bauch . Im Film des Lebens visualisierte er diesen Käfer erstmals im Mutterleib. Wir entfernten ihn und füllten die Lücke mit einem positiven Gefühl, was für ihn stimmig war. Weiter im Film seines Lebens visualisierte er mit 4 Jahren den Käfer nochmals. Dieses Mal hat er das Gefühl jedoch nicht selbst gebaut , sondern von Jonas übernommen. Der sensible Silvan fühlte mit Jonas mit. Ungewollte Gefühlsobjekte können nur von dem abgebaut werden, der sie auch gebaut hat… Gefühle, die wir übernehmen, geben wir also dem zurück, dem sie gehört haben. Silvan gab also diesem Jungen den Käfer zurück und füllte die Lücke mit Stolz.


Nach der Sitzung erklärte Silvan seiner Mama stolz, dass der Käfer, der ihn zwickte und die Wut auslöste, nun auch weg sei und er diese Wut nun nicht mehr haben muss . Mit Hilfe der Visualisierung durfte Silvan seinen persönlichen Aha-Momenten erleben und selbständig mit seinen Visualisierungen die Probleme lösen.
Wut ist eine natürliche Reaktion, sie gehört zu uns… es ist wichtig, dass vor allem Kinder alle Gefühle, ob schöne oder weniger schöne, ausleben dürfen… wir Eltern sollen und müssen diese aushalten können… belastet es jedoch das Kind so stark, dass es selbst unter den Affekthandlungen leidet, gilt es diese zu beheben… kein Kind möchte bewusst die Menschen verletzen, welche ihm nahe stehen… nicht die Eltern und auch nicht die Geschwister… dies sollte uns Eltern stets bewusst sein…
Die Sitzung mit diesem wunderbaren Jungen zeigt sehr schön auf, dass in nur einer Sitzung alles möglich ist, sofern das Kind sein Problem wirklich loshaben möchte und bereit ist, sich auf die Therapie einzulassen. Einige Wochen sind unterdessen vergangen und die Mama hat mir vor kurzem berichtet, dass Silvan in der Nacht durchschläft, die Bilder kein Thema mehr sind und die Wut sich stark gebessert hat und falls sie doch noch aufkommt, sie ihn abholen und beruhigen kann… (Namen geändert).


… weil Kinder und Erwachsene sorglos schweben dürfen!

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