Reinkarnation (Seelenwanderung, Wiedergeburt) Ja oder Nein? Mein Rivale von damals ist heute mein Bruder!

10jähriger Junge, Angst im Dunkeln, tiefe abendliche Traurigkeit, weil die Zeit so schnell vergeht

Vor der Hypnoseausbildung habe ich mir wenig Gedanken über die Reinkarnation gemacht. Ich bin nicht sehr religiös oder spirituell veranlagt. Nach meinen fünf Fehlgeburten und während der Zwillingsschwangerschaft kamen dann schon öfters mal Gedanken auf, ob mir alte Seelen mit dem Schicksal, was ich erleben musste, etwas auf meinen Lebensweg mitgeben wollten oder ob die zwei Herzen, die nun in mir schlagen, bei einer der vorherigen Schwangerschaften nicht schlagen durften.

Spätestens während der Hypnoseausbildung musste ich mich damit beschäftigen und ich mag mich noch genau an die Worte meines Ausbilder erinnern, der sagte, dass es viele Meinungen darüber gibt, es jedoch eigentlich egal sei, ob man daran glauben möchte oder nicht. Fakt sei jedoch, dass wir früher oder später damit konfrontiert werden. Ich entschied mich, diese Tatsache einfach so anzunehmen, ohne mir eine Meinung darüber zu bilden, denn Fakt ist, egal ob es die Reinkarnation gibt oder nicht, es ist Teil meiner Tätigkeit und das wichtigste ist das Wohl meiner kleinen und grossen Klienten/Klientinnen. Wenn meine Klienten ihren Aha-Moment in einem früheren Leben finden und dadurch glücklicher, selbstbewusster, gesünder und vor allem sorgloser ihr Leben leben dürfen, dann haben wir als Team das Ziel erreicht.

Ich möchte in meinem heutigen Fall über die Therapiesitzung schreiben, wo mein erster Klient seinen Aha-Moment in einem früheren Leben fand. Der 10jährige Junge hüpfte in ein früheres Leben und fand sich im 19. Jahrhundert wieder, war 30 Jahre alt, Bauer und lebte in Spanien

Aus dem Schwebepraxis – Tagebuch

10jähriger Junge, Angst im Dunkeln. Abends überkommt ihn eine tiefe Traurigkeit, da die Zeit so schnell vergeht.

Wir setzten das Ziel an, dass er ohne Angst im Dunkeln abends auf die Toilette gehen kann, da er dieses Problem als wichtiger empfand.

Zuerst mussten wir die Angst hinter der Angst finden. Bei ihm war es die Angst vor dem Tot. Dieses Gefühl fühlte er im Bauch wo er eine violette Kugel visualisierte. Im Film des Lebens spulte ich zurück in den Mutterleib wo er seinen Zwillingsbruder neben sich liegen sah. Ich fragte ihn, ob er ein Gefühlsobjekt sieht. Er sah die violette Kugel, sie gehörte ihm jedoch nicht, er habe sie übernommen. Ich fragte ihn, ob er wisse, von wem er sie bekommen habe und er antwortete, dass er sie von einem Mann mit dunklen Haaren und einem Schnauz erhalten habe. Der Junge kannte diesen Mann nicht, ich fragte den Jungen, ob er die Kugel hier erhalten habe, oder ob er diese früher schon hatte. Der Junge sagte mir, er hätte die violette Kugel schon gehabt. Also liess ich ihn in den Moment in seiner Vergangenheit zurückgehen, wo er sie erhalten oder übernommen hatte… Nun sah er sich mit 30 Jahren inmitten von Häusern auf einer Gasse stehen und am Ende der Gasse sah er Felder, welche ihm und seiner Familie gehören, er sei nämlich Bauer mit vielen Tieren, 19tes Jahrhundert, das Jahr könne er nicht genau nennen, die Kugel sei jetzt gerade am entstehen… seine Körperhaltung änderte sich, er hatte Angst und erzählte mir, dass er am Ende der Gasse seinen grössten Rivalen vor sich sehe, dieser sei sehr wütend auf ihn und diese Wut löse bei ihm grosse Angst aus. Nachdem wir die Kugel abgebaut haben und seinem Rivalen vergeben haben und die Lücke mit Mut füllten, kehrten wir zurück in den Mutterleib. Die Kugel war weg. Er sah seinen Zwillingsbruder wieder neben sich liegen und sagte zu mir:

Mama, mein Rivale von damals ist heute mein Zwillingsbruder, wir liegen zusammen in deinem Bauch und dürfen nun zusammen als Brüder auf die Welt kommen. Dies war der persönliche Aha-Moment von meinem eigenen Kind. Dass ich die erste Reinkarnation mit einem meiner Zwillinge erleben durfte, war unglaublich interessant und eindrücklich.

Meine Zwillinge sind total unterschiedlich, sie tragen den selben Haarschnitt, haben die selben blauen Augen, lieben Mathematik und Computerspiele aber ansonsten könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Eigentlich würden sie sich perfekt ergänzen, doch altersbedingt gelingt es ihnen noch nicht, diese Tatsache zu nutzen =). Mein Zweitgeborener, mit welchem ich die angeleitete Visualisierung durchführen durfte, erträgt es nicht, dass sein Bruder seine eigene, normale Wut, offen auslebt. Es triggert ihn und beschäftigt ihn. Seit ich ihn durch den mindTV Prozess führen durfte, kann er etwas besser mit der Wut seines Bruders umgehen und die Angst im Dunkeln ist fast weg, kommt sie dann trotzdem noch hoch, hat er die von mir mitgegebene Strategie, welche er dann erfolgreich zur Angstbewältigung anwendet.

Man kann über die Tatsache diskutieren, ob es nun sinnvoll ist, dass ich meine eigenen Kinder bei mir in der Schwebepraxis therapiere. Meine Kinder haben stets die Wahl, ob sie dies möchten, oder nicht, denn auch für sie gilt, wenn sie es nicht möchten, dann kann und will ich sie auch nicht therapieren und der erwünschte Erfolg würde nicht eintreten. Aber warum sollte ich diese äusserst wirkungsvolle und nachhaltige Methode nicht für meine Kinder nutzen? Denn auch sie dürfen sorglos schweben!

Nachdem mein Kind diesen Beitrag sorgfältig durchgelesen und korrigiert hatte, gab er mir stolz sein Einverständnis zur Veröffentlichung seiner Geschichte 😉

 

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